Kategorie-Archiv: Teddy 2017

Tag 4: Kurzfilme und verliebte Mädchen

Gleich zwei Kurzfilme die wir heute im Programm haben, beschäftigen sich mit aufkommenden Gefühlen junger Mädchen für  andere Mädchen, die für große Verwirrungen sorgen…

In dem schwedischen Kurzfilm „Min Homosyster“ verbringt Cleo schöne sommerliche Tage mit ihrer Schwester und ihrer „coolen“ Freundin Gabbi und macht sich Gedanken über ihre Verliebtheit. Warum ist sie immer so aufgregt, wenn ihre Schulfreundin ihr eine Nachricht schreibt?

In „La prima sueca“ wartet Cata auf ihren 15. Geburtstag und fremdelt mit ihrer schwedischen Cousine Klara, die gar keine Lust auf Röcke hat, lieber Hosen trägt und auch ansonsten gar nicht so wirklich weiblich zu sein scheint. Das anfängliche Misstrauen schwindet jedoch allmählich und Cata findet Klara vielleicht doch nicht so blöd.

In der Sektion „Generation“ laufen diese beiden Kurzfilme die sich behutsam und einfühlsam mit dem Thema Erwachsenwerden auseinandersetzen und die mit einhergehenden Gefühlsirritationen einfangen. Wann und wo, steht mal wieder unten ;) Tag 4: Kurzfilme und verliebte Mädchen weiterlesen

Tag 3: Die Emos sind zurück!

Emos!! Wer liebt sie nicht? Diese wunderbare Ausgeburt der Anfang 200er Jahre. Coming-of-Age Filme, wer ist nicht süchtig danach?  Dann hab ich ja die perfekte Kombination für euch gefunden: „Emo – The Musical“! Mit viel Gesang und Humor erzählt der Film die Geschichte eines High School-Außenseiters und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Aber seht selbst!

Unten findet ihr das heutige queere Programm. Tag 3: Die Emos sind zurück! weiterlesen

Tag 2: Mexiko

Um am zweiten Tag der Berlinale  mal einen Themenblock zu etablieren, möchte ich euch gerne zwei Filme vorstellen, die von Menschen und Orten in Mexiko handeln.

Da hätten wir einmal „Casa Roshell“. Ein Film über einen Veranstaltungsort in Mexico City , in dem jeder sein kann, der er möchte. Eine Art utopischer Raum für Menschen, die in der Welt „da draußen“ keine Möglichkeit finden, ihre Sexualität auszuleben.

Der zweite Film, ein Dokumentarfilm, handelt von der offen lesbisch lebenden mexikanischen Sängerin Chavela Vargas, die in den 60ern und 90ern ihre Höhepunkte erlebte und einige Frauenköpfe verdrehte. Ein wunderschönes Porträt über eine noch viel schönere und spannende Frau. Weitere Infos und wo und wann die Filme zu sehen sind, könnt ihr unten nachschauen! Ich wünsch euch einen wundertollen Tag! Tag 2: Mexiko weiterlesen

Tag 1: Panorama-Eröffnungsfilm „The Wound“

Liebe Leute, kaum auszuhalten, aber ja es ist wahr: Schon wieder ist ein ganzes Jahr an uns vorbei gefegt, ohne dass wir es so richtig bemerkt haben! Es ist der Eröffnungstag der Berlinale!

Wir starten das TEDDY-Programm mit dem Panorama-Eröffnungsfilm „The Wound“, der heute um neun Uhr im CinemaxX 7 zu sehen sein wird. In diesem Spielfilmdebüt erzählt  der in Johannesburg ansässige Filmemacher John Trengove von Beschneidungsritualen, und zwei Männern, die anfangen diese in Frage zu stellen.

In ruhigen Detailaufnahmen wird Kwandas Blick als Außenseiter frei gelegt, der sich  in einer Welt bewegen muss, die ihn ablehnt für das was er ist.  Einmal anschauen, bitte! Tag 1: Panorama-Eröffnungsfilm „The Wound“ weiterlesen

§175 Ein Überblick

Liebe Cinephile,

um die Jahrtausendwende erkannte der TEDDY, wie wichtig das kulturelle Gedächtnis ist, und prämierte den Film „Paragraph 175“ von Rob Epstein und Jeffrey Friedman, eine hervorragende Dokumentation über das verhängnisvolle deutsche Gesetz, das Homosexualität unter Strafe stellte. Fast zwanzig Jahre später haben Historiker umfassend dokumentiert, wie Homosexuelle zur Zeit des Nationalsozialismus litten, und viele kämpfen um das Gedenken an die Opfer. Viel weniger bekannt ist das Schicksal zahlloser Homosexueller nach dem Krieg, die empörende Kontinuität dieses Unrechts vor dem Hintergrund der Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik.

In diesem Jahr geht es um den Kampf der Mitglieder unserer Gemeinschaft in diesen dunklen Zeiten, aber auch um diese schreiende Ungerechtigkeit, die noch immer eine offene Wunde der jüngeren deutschen Geschichte ist. TEDDY nutzt die Dynamik der aktuellen Diskussion über die Rehabilitation und Entschädigung der Überlebenden und der Opfer des § 175. Wir konzentrieren uns auf den ungerechten und schändlichen Umgang mit Homosexuellen in Deutschland nach dem Krieg bis zur vollständigen Aufhebung des Gesetzes in den 1990er Jahren.

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