Schlagwort-Archive: Queer Academy

DER TEDDY AWARD UNTER COVID-19

Auch wenn es so scheint, als ob die Welt bis auf weiteres stillsteht, läuft der TEDDY AWARD weiter auf Hochtouren! Keine noch so hartnäckige Pandemie kann die 35. Ausgabe des TEDDY AWARDS davon abhalten, die gleiche freudige Energie mit der LGBTQ+ Community und weit darüber hinaus zu teilen.

Wie nahezu alle Veranstaltungen in diesen Tagen der Pandemie muss auch der 35. TEDDY AWARD in veränderter Form stattfinden. Nach der erfolgreichen ersten Stufe – dem Industry Event vom 1.-5. März 2021 – mit täglichen Live-Studio-Talks, Diskussionen, Panels und Interviews zu aktuellen Filmen und Entwicklungen der queeren Medienbranche, wird der TEDDY AWARD auch im Rahmen des Summer Specials der 71. Berlinale vom 9.-20. Juni 2021 mit Berichterstattung und Interviews zu den queeren Filmen des Festivals präsent sein.

Download Pressemitteilung vom 28.05.2021

Alle für den 35. TEDDY AWARD nominierten Filme werden im Rahmen der Open Air Filmvorführungen der Berlinale in den Freiluftkinos der Stadt zu sehen sein. Als Höhepunkt der TEDDY Sommer Events feiern wir dann am 18.06.2021 um 19 Uhr das queere Kino mit der 35. TEDDY AWARD Preisverleihung. Aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen für den Veranstaltungsbereich findet die Preisverleihung als reine Online-Veranstaltung statt und wird LIVE AUS DEM TEDDY TV-STUDIO auf teddyaward.tv/live gestreamt.

Mit dem 35. TEDDY AWARD wollen wir in diesen chaotischen Zeiten einen Regenbogen der queeren Freude, Sichtbarkeit und Gemeinschaft mit euch teilen.

Queer Academy – A Directors Exchange 2020

Kuratiert vom Panorama und veranstaltet in Kooperation mit der Queer Academy, ermöglicht der Directors Exchange einen tieferen Einblick in die Arbeit der Filmemacher*innen, deren Filme auf dem Festival gezeigt werden und für den TEDDY AWARD nominiert sind. 

ZEITPLAN

11.30 Uhr  – 12.30 Uhr: A Directors Exchange on Queering the Framework – Im Gespräch mit Patric Chiha und Matthew Rankin

Patric Chiha, Regisseur von Si c’était de l’amour, und Matthew Rankin, Regisseur von The Twentieth Century, nutzen in ihren Filmen verschiedene Stile und künstlerische Techniken, um den Rahmen des Gewohnten zu sprengen. Durch Tanz und theatralische Inszenierung erzählte Geschichten werden zu einem Fest der Transformation. 

Patric Chiha & Matthew Rankin

Patric Chiha:
Geboren 1975 in Wien. Studierte Mode in Paris, dann Filmschnitt am INSAS in Brüssel. Seine Kurz- und Dokumentarfilme wurden mehrfach auf Festivals gezeigt. Sein erster langer Spielfilm, Domaine, mit Béatrice Dalle feierte 2009 beim Filmfestival in Venedig Premiere. Der Dokumentarfilm Brüder der Nacht wurde 2016 im Panorama gezeigt.

Matthew Rankin:
Geboren 1980 in Winnipeg, Kanada. Er studierte am Department of History and Classical Studies der McGill University in Montreal sowie an der Université Laval, Québec. 2011 nahm Rankin an den Berlinale Talents teil. Nach zahlreichen Kurzfilmen ist The Twentieth Century sein erster abendfüllender Film.

Moderation: Ana David

13 Uhr – 14 Uhr: A Directors Exchange on New Queer German Cinema – Im Gespräch mit Faraz Shariat and Leonie Krippendorff

Zwei Filme werfen einen neuen Blick auf das Erwachsenwerden und setzen sich mit Vorstellungen von Heimat und Zugehörigkeit in einer post-migrantischen Gesellschaft auseinander. Ein Gespräch mit Faraz Shariat, Regisseur von Futur Drei, und Leonie Krippendorff, Regisseurin von Kokon, über Impulse, Inspirationen und das Bedürfnis ihre eigenen Geschichten zu erzählen. 

Faraz Shariat & Leonie Krippendorff

Faraz Shariat:
Geboren 1994 in Köln. Nach ersten Regie- und Schauspielarbeiten am Schauspiel Köln und Video-Installationen für das Staatstheater Hannover studierte er Szenische Künste an der Universität Hildesheim. Shariat beschäftigt sich mit postmigrantischen Erlebnissen und Geschichten von Einwandererfamilien. Aus der Aufarbeitung seiner Familiengeschichte in autobiografischen Dokumentarfilmen und der Arbeit als Übersetzer für geflüchtete Menschen entstand sein erster Langfilm. Futur Drei wurde in Zusammenarbeit mit Paulina Lorenz und Raquel Molt im Filmkollektiv Jünglinge entwickelt, in dem sie seit dem Studium gemeinsam arbeiten.

Leonie Krippendorff:
Geboren 1985 in Berlin. Von 2009 bis 2016 studierte sie Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf. Ihr Abschlussfilm Looping war für zahlreiche nationale und internationale Filmpreise nominiert und wurde mehrfach ausgezeichnet. Das Drehbuch für ihren Debütfilm Kokon wurde für die Berlinale Talents Script Station 2018 ausgewählt. Aktuell schreibt sie an zwei neuen Spielfilmprojekten. Das Magazin Variety wählte sie zu den „10 Europeans to Watch 2020.“

Moderation: Nastaran Tajeri-Foumani 


Eintritt frei / Die Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt.

Queer Academy Summit 2020

Die Queer Academy verfügt an Wissen und Erfahrung aus über 30 Jahren Festivaltätigkeit, setzt kreative und soziale Impulse und bringt Filmemacher*innen, Filmfestivalmacher*innen und Publikum zusammen. Der Queer Academy Summit lädt Menschen aus der Filmbranche zum Austausch über filmisches Arbeiten und Themen ein, die sie bewegen.

TIMETABLE

13.00 Uhr – 13.30 Uhr
Keynote: Darick Qin, Director of Operations, ShanghaiPRIDE

ShanghaiPRIDE zeigt seit 2009 queere Filme. Trotz Zensur und rechtlicher Probleme gelingt es den Beteiligten jedes Jahr, nicht nur ein Filmfestival, sondern ein Community-Event zu organisieren, das sich Geschichten von Liebe und Leid, Wachstum und Triumph von LGBTQI*-Menschen in China widmet.

13.30 Uhr – 15.30 Uhr
Panel: From Shorts to Series – Interdisciplinary Storytelling in Queer Narratives

In conversation with:

Athina Rachel Tsangari,
Director of Trigonometry, Berlinale Series

Lia Hietala & Hannah Reinikainen,
Directors of Always Amber, Berlinale Panorama

Ray Yeung,
Director of Suk Suk, Berlinale Panorama

Omer Sterenberg,
Director of HaMa’azin (Listening In), Berlinale Shorts

Gil Baroni,

Director of Alice Júnior, Berlinale Generation

Athina Rachel Tsangari, Lia Hietala & Hannah Reinikainen,
Ray Yeung, Omer Sterenberg und Gil Baroni

Die queeren Erzählweisen, die auf dem Festival präsentiert werden, veranschaulichen unterschiedliche Ansätze beim Filmemachen. In Serien kann die Komplexität einer Figur erkundet werden. Der Langspielfilm lädt dazu ein, mit verschiedenen Erzählformen zu experimentieren. In Dokumentarfilmen erleben wir Menschen, die ihre eigene Geschichte erzählen. Kurzfilme zeigen, wie Komplexes verdichtet werden kann. Zusammen mit den vielfältigen und diversen Regisseur*innen des diesjährigen Festivals werden Potentiale verschiedener filmischer Ansätze analysiert und diskutiert.

Moderation: Kristian Petersen


Freier Eintritt / Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

QUEER ACADEMY Summit 2019

Mittwoch, 13. Februar 2019
Ort: Berliner Freiheit, Berliner Freiheit 2 , 10785 Berlin

Die QUEER ACADEMY ist ein jährlicher Kongress internationaler Filmemacher und Festivalveranstalter im schwul-lesbisch-transgender-Kontext (2018: 205 Personen/Institutionen) der Berlinale. Die QUEER ACADEMY will sich als Institut für queere kulturelle Erinnerung etablieren. Die ACADEMY wird zu einem Archiv der queeren Kultur und Geschichte werden, das queere kulturelle Produktionen miteinander verbindet und mit anderen Organisationen zusammenarbeitet. Da Erinnerungen für die Identitätskonstruktion unerlässlich sind, wird die QUEER ACADEMY eine Möglichkeit für queere Menschen bieten, ihre Identität in queerer Erinnerung zu formen und zu finden.

Seit der Gründung des TEDDY AWARD wurden auf der Berlinale mehr als 1000 Filme mit queerem Kontext von allen Kontinenten präsentiert. Der TEDDY AWARD hat ein Archiv aufgebaut, in dem alle jemals in seinem Programm gezeigten Filme zusammen mit zusätzlichen Informationen gesammelt werden. Es ist notwendig, dieses Archiv zu retten – das größte seiner Art weltweit. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, es zu digitalisieren, eine Datenbank anzulegen und dieses Archiv für den Austausch zur Verfügung zu stellen sowie die Bank der ergänzenden Materialien mit Unterstützung der Mitglieder der Akademie und der gemeinsamen Nutzer auszubauen. Die QUEER ACADEMY fungiert als Zentrum des queeren kulturellen Gedächtnisses, in dem Artefakte und Darstellungen gespeichert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Die Konzentration dieses queeren filmhistorischen Gedächtnisses geht weit über den kinematographischen Kontext hinaus und spiegelt das globale Gedächtnis der queeren Befreiungsbewegungen aller beteiligten Länder wider.

Die Digitalisierung dieser Materialien bedeutet nicht nur, dass sie für die Forschung und für die Arbeit an der (Film-)Geschichte zur Verfügung stehen. Durch die Digitalisierung können wir diese Materialien vor dem Verschwinden bewahren, da sie in den meisten Ländern durch ihre bedrohte Existenz dauerhaft marginalisiert werden. Erstmals wird es für die queere Bevölkerung möglich, sich mit ihrem (Film-)Erbe in die Geschichte einzuschreiben und Berlin ist heute ein Zentrum dieses nationalen und internationalen Prozesses. Es ist wichtig, die in der QUEER ACADEMY gespeicherten Erinnerungen zu nutzen und sie so am Leben zu erhalten. Nur durch aktive Arbeit mit den Erinnerungen lassen wir sie nicht einfrieren, in Vergessenheit geraten oder tolerieren, dass sie auf bestimmte Aspekte reduziert werden.

ZEITPLAN Mittwoch, 13. Februar 2019
Ort: Berliner Freiheit, Berliner Freiheit 2 , 10785 Berlin (FREIER ZUGANG)

11.00 Eröffnung: Wieland Speck
11.30 Panel 1: Programmers of Colour in Focus:
Then, Now and the Future
13.00 Mittagspause
13.30 Toby Ashraf im Gespräch mit Isaac Julien
14.30 Pause
15.00 Panel 2: 40 Years of Queer Programming
16.30 Pause
17.30 Für geladene Gäste: Queer Connection Meeting/
International Queer Film Project Exchange
Ort: Martin Gropius Bau, Kino
18.30 Für geladene Gäste: Queer Industry Reception / Get Together
Ort: Martin Gropius Bau, Lichthof

PANEL 1:
PROGRAMMERS OF COLOUR IN FOCUS: THEN, NOW AND THE FUTURE

Moderator*in: Hebe Tabachnik, Palm Springs Film Festival/Seattle International Film Festival/Dance Camera West/Guadalajara International Film Festival in Los Angeles
Hussain Currimbhoy, Sundance Film Festival
F. Clementine Dramani-Issifou, Semaine de la Critique/Festival of New Documentary Cinemas/BeninDocs
Dr. Farzada Farkhooi, Trans*Formation Film Fest Berlin
Pecha Lo, Women Make Waves International Film Festival
Kevin Mwachiro, Out Film Festival
Paul Struthers, San Francisco International LGBTQ+ Film Festival

CHRISTIAN „KIKI“ PETERSEN IM GESPRÄCH MIT ISAAC JULIEN

PANEL 2:
40 YEARS OF QUEER PROGRAMMING

Moderator: Wieland Speck, TEDDY Steering Committee/Leiter des Panorama 1992-2017
John Greyson, Regisseur/TEDDY AWARD-Gewinner 1989 und 1991
Sandra Hezinová, Mezipatra Queer Film Festival/Karlovy Vary International Film Festival
Isaac Julien, Regisseur/TEDDY AWARD Gewinner 1989/Special TEDDY AWARD Gewinner 2008
Andrea Kuhn, Internationales Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte
Kevin Mwachiro, Out Film Festival
Greta Schiller, Regisseurin/TEDDY AWARD Gewinnerin 1989 und 1999

Queer Academy Conference Programm

Programm

Das Veranstaltungsprogramm umfasst:

I. Podiumsdiskussionen zum Thema Re-imagining the Queer Archive und zum Thema Queer Film Festivals in Practice.

II. Das traditionelle Programmer/Queer Academy Meeting und die Queer Connection – FilmemacherInnen treffen Programmer und Industrie.

III. Den Crypto Party Berlin Workshop für Verschlüsselung und Datenschutz (Insbesondere für die FestivalmacherInnen aus Regionen, in denen queeres Leben bedroht oder verfolgt wird, bietet die Veranstaltung parallel einen Workshop für sichere Email-Kommunikation, Verschlüsselung und Datenschutz an).

Timetable:

10:00 Uhr  Grußwort Wieland Speck, Kurator Panorama der Berlinale

10:15 Uhr  Key Note: Bob Hawk, Film Advisor/Consultant

10:30 Uhr  Key Note Jan-Christopher Horak „Outfest UCLA Legacy Project”

10.45 Uhr  Panel 1: Re-imagining the Queer Archive

12.15 Uhr  Pause mit Catering

13.30 Uhr  In conversation with Christine Vachon.

14.15 Uhr  Panel 2: Queer Film Festivals in Practice

15.45 Uhr   Pause

16.00 Uhr   Programmers/Queer Academy Meeting + Queer Connection