Castanha

2. Tag: TEDDY PARTY – Let’s go wild

Der TEDDY ist kein scheues Reh, dennoch sieht man ihn nur selten in seiner natürlichen Umgebung, da er an ca. 354 Tagen des Jahres schläft und sich ausruht. Wenn andere Bären sich langsam für ihren Winterschlaf in ihre Höhlen zurückziehen, wird der TEDDY langsam munter. Im November wird sein Schlaf flacher, seine Träume werden aktiver. Er beginnt aufzuwachen, was mitunter 3-4 Monate dauern kann. Doch dann ist er mit einem Schlag wach, er stürmt zu den internationalen Stars in der deutschen Hauptstadt, die – wie er insgeheim weiß – nur seinetwegen angereist sind, lässt keine Party aus und ist am Ende traditionell selbst der Gastgeber der von Experten als „Beste Party der Berlinale“ bezeichneten TEDDY-PARTY. Doch in diesem Jahr ist alles anders!

Alles neu macht der TEDDY und so gibt heute Abend bereits zu Beginn der Berlinale eine große TEDDY-Eröffnungsparty im SchwuZ, auf der auch die diesjährige internationale TEDDY Jury offiziell in Empfang genommen wird. Also, macht euch bereit…

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Wir seh’n uns auf dem Dancefloor!

Sebastian

P.S.: Aber bitte passt gut auf Euch auf, denn das SchwuZ residiert jetzt in Neukölln und Ihr wisst ja, wie es dort zugeht…

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P.P.S.: Für alle die vor dem Bad in der Party-Crowd noch ins Rampenlicht der Berlinale möchten, gibt es natürlich auch heute wieder tolle Filme, die um einen der begehrten TEDDYS konkurrieren:


BIM, BAM, BOM, LAS LUCHAS MORENAS
(Bim, Bam, Bom, las luchas morenas)

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Bim bam boom, begrüßen Sie die Moreno Sisters! Unter dem Namen LAS LUCHAS MORENAS praktizieren sie den Nationalsport Mexikos: Wrestling. Alle drei gehören zur Moreno Dynastie: Rossy, Esther und Cynthia kämpfen als Profi-Wrestlerinnen. Der Lucha Libre ist aber auch Teil Ihres Lebens: Sie kämpfen mit Schweineköpfen, Blumen und Federn. Marie Losiers charakteristische tanzende Kamera umkreist die drei Frauen und schafft dabei eine fröhliche, musikalische Ode an die Fantasie, an das Kind, das in jedem Erwachsenen steckt und an die Kultur Mexikos.
Marie Losier, geboren 1972 in Frankreich, ist Filmemacherin und Kuratorin. Zurzeit lebt und arbeitet sie in Berlin.

Kino Arsenal 1, 14:30 Uhr


YVES SAINT LAURENT
(Yves Saint Laurent)

Paris 1957. Im Alter von 21 Jahren wird der talentierte Nachwuchsdesigner Yves Saint Laurent Assistent des Modeschöpfers Christian Dior. Nach dessen Tod wird er Leiter eines der renommiertesten Modehäuser der Welt. Seine erste Kollektion wird zu einem triumphalen Erfolg und macht den Mode-Genius über Nacht berühmt. In Pierre Bergé findet er die Liebe seines Lebens. Zusammen gründen sie das Label „Yves Saint Laurent“.
Jalil Lespert setzt einem der einflussreichsten Modeschöpfer aller Zeiten ein Denkmal. Saint Laurents innovative Kreationen revolutionierten die Haute Couture, vereinten Kunst und Zeitgeist mit tragbarer Eleganz und gelten weiterhin als Inbegriff französischer Lebensart.

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Zoo Palast, 18.00 Uhr


LOVE IS STRANGE
(Love is Strange)

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Nachdem im Juni 2011 die Homo-Ehe in New York legalisiert wird, heiraten Ben und George nach 39 gemeinsamen Jahren. Als daraufhin Georges Musiklehrerstelle an einer katholischen Schule fristlos gekündigt wird, verlieren sie ihre Wohnung in Chelsea. George kommt bei einem schwulen Polizisten-Paar unter, Ben wird von der Familie seines Neffen in Brooklyn aufgenommen. Regisseur Ira Sachs, der 2012 den TEDDY AWARD für KEEP THE LIGHTS ON gewann, entwickelt mit seinen Stars die Geschichte der Existenzberaubung zu einer einfühlsamen Partnerschaftsstudie: Alfred Molina und John Lithgow erschaffen ein Paar, das selbstherrlich regierender Behäbigkeit mit entwaffnender Zuversicht begegnet und sich und uns mit seiner Liebe verzaubert.

Zoo Palast, 21.00 Uhr


CARAVAGGIO
(Caravaggio)

Auf dem Sterbebett blickt der Maler Michelangelo Caravaggio (1571–1610) auf sein Leben zurück. Seine Kindheit in Bergamo und Mailand, die Förderung seines Talents durch Kardinal Del und vor allem die Begegnungen mit seinen Modellen scheinen noch einmal auf. Die Vorbilder für seine biblischen Figuren findet Caravaggio unter Außenseitern: Bei seinen Ausflügen zu den Armen, Dieben und Trinkern lernt er auch den Spieler Ranuccio und dessen Geliebte, die Prostituierte Lena, kennen.
Jarman zeichnet das (fiktive) Porträt eines Künstlers zwischen Ausschweifung und sozialem Protest, wobei er Caravaggios Kunst kongenial auf die Filmleinwand übertrug. CARAVAGGIO wurde 1986 mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.

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Haus der Berliner Festspiele, 21.30 Uhr


CASTANHA
(Castanha)

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João, 52, Schauspieler und Transvestit, hat seine besten Jahre schon hinter sich. Er ist krank, hat Liebhaber und Weggefährten verloren und wirkt müde, setzt seinen Lebenswandel indes unbeirrt fort. Gemeinsam mit seiner Mutter bewohnt er zwei Zimmer in einer abgeriegelten kleinbürgerlichen Wohnanlage, nachts tritt er in kleinen Theatern und Schwulenbars auf.
Mindestens genauso viel Zeit wie für Joãos Performances und sein unvergessliches Gesicht nimmt sich der Film für die einsamen Momente in schäbigen Backstage-Räumen und die präzise Erkundung eines – mal zärtlichen, mal unbarmherzigen und brutalen – Milieus, dessen flüchtiger Glanz billige Oberfläche ist. Auf vielschichtige Weise verbinden sich dokumentarische Beobachtung, Inszenierung und fiktive Elemente zu einer Erzählung über Leben und Tod.

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Cinemaxx 4, 22.00 Uhr


THE DOG
(The Dog)

The_Dog_1Die kraftvolle Dokumentation THE DOG, an der Allison Berg und Frank Keraudren über zehn Jahre arbeiteten, verfolgt den Lebensweg von John Wojtowicz, der 1972 in Brooklyn mit einem Bankraub das Geld für die Geschlechtsumwandlung seines Freundes beschaffen wollte. Der The_Dog_2Öffentlichkeit bekannt wurde der versuchte Überfall durch Sidney Lumets Film HUNDSTAGE von 1975. Anhand von reichhaltigem Archivmaterial, Fotos und Aussagen von Zeitzeugen verfolgen die Filmemacher dieses zuweilen bizarre Leben. THE DOG, wie Wojtowicz sich The Dog_3selbst nennt, ist liebenswert, sentimental, selbstzerstörerisch, sexbesessen, gewaltbereit, obsessiv. Und mit seinem derb-drastischen Humor ein großartiger Geschichtenerzähler.

Cinestar 7, 22.30 Uhr


YA GAN BI HAENG
(Night Flight)

Yong-ju trifft auf seinen ehemals besten Freund Gi-woong. Sie besuchen die gleiche Klasse, gehen aber seit Jahren getrennte Wege. Die Mobbing-Angriffe von Gi-woongs Clique auf den Mitschüler Gi-taek sind berüchtigt. Mit seiner Suche nach ihrer alten Nähe riskiert Yong-ju, ebenfalls ins Visier des Clans zu geraten, doch er gibt nicht auf. Geschickt verwickelt er Gi-woong in ein Machtspiel mit gegenseitigen Demütigungen und aufwühlenden Erinnerungen und tritt ein gefährliches Gefühls-Duell los.
Der Regisseur des letztjährigen Panorama-Beitrags WHITE NIGHTS erschließt das Bild einer am Leistungszwang kollabierenden Gesellschaft, in der Minderheiten, Freundschaft und Leidenschaft keinen Platz haben.

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Cinemaxx 7, 22.30 Uhr


TEST
(Test)

Das Jahr: 1985. Der Schauplatz: das Schwulenmekka San Francisco. Der introvertierte Frankie ist die Zweitbesetzung bei einer Modern-Dance-Kompanie. Todd, ein etablierter Tänzer der Gruppe, geht mit seiner Homosexualität offensiv um. Als einer der Tänzer erkrankt, muss Frankie für ihn einspringen, und Todd hilft ihm bei der Vorbereitung. Ist es die “Schwulenseuche“? Unwissenheit, Ängste, Vorurteile und offene Homophobie wuchern wild. Die Freundschaft der beiden Männer vertieft sich unter den besonderen Umständen, wobei sie beruflich und privat einigen Prüfungen ausgesetzt sind.
Chris Mason Johnsons Film ruft die großen Filme jener Zeit in Erinnerung, die die Herausforderungen an die Community schilderten.

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Cinestar 3, 22.45 Uhr


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