Schlagwort-Archiv: queer

Tag 7: China, Baby

Die Berlinale läuft nun schon seit einer Woche und ich habe das Gefühl, sie hätte erst vorgestern angefangen. Die Zeit rast und wir sind am siebten Tag angekommen. Ein Motto muss natürlich auch noch her. Warum nicht mal wieder ein Land…da wäre..CHINA!

Chinas Gesetze kriminalisieren Homosexualität zwar nicht, jedoch ist China auch nicht unbedingt das Land, in dem man als Homosexueller am liebsten leben möchte. Filme mit queeren Inhalten werden in China auf perfide Weise überabeitet und ihre Inhalte verändert, wie Xiaogang Wei aus Peking, der auch in der TEDDY Jury sitzt, in einem Statement schreibt. Daher ist es umso schöner, geich zwei chinesische Filme mit queerem Inhalt auf der Berlinale zu haben!

Da wäre die Dokumentation „Inside the Chinese Closet“, die das Leben zweier junger homosexueller Chinesen begleitet. Tag 7: China, Baby weiterlesen

Tag 5: Nimm ’ne Pose ein!

Niemand auf dieser Welt kommt um die Popstar-Ikone Madonna herum. Madonna ist einfach überall und gefühlt schon immer präsent. In der bekannten und auch wunderbaren Dokumentation „Truth or Dare“ wurde sie während ihrer „Blond Ambition Tour“ 1990 begleitet. Für die Tour castete Madonna Tänzer, die vor allem aus der Voguing-Szene kamen, die der homosexuellen Subkultur in New York entsprang. Die Doku blickt hinter die Kulissen der Tour, zeigt vor allem Madonna in intimen Momenten mit ihren Tänzern, wie sie im Bett sitzen, scherzen, kuscheln, reden. Madonna wollte ein politisches Zeichen setzen; die Homosexualität ihrer Tänzer steht sehr im Vordergrund des Films.  Auch Aids ist ein Thema. 1991 erschien „Truth or Dare“, wir schreiben das Jahr 2016 und eine weitere Dokumentation beschäftigt sich mit der Blond Ambition Tour, 25 Jahre später: „Strike a Pose“, der dieses Jahr auch um einen TEDDY konkurriert. Tag 5: Nimm ’ne Pose ein! weiterlesen

Tag 4: Look at this film!

Ich weiß, ich weiß: Es ist anstrengend, laut, überall wimmelt es vor Menschen, die sich rücksichtslos ihren Weg bahnen und dabei anderen Menschen sämtliche Körperteile in die Hüfte rammen, es ist kalt, man ist tendenziell übermüdet, JA auch alle diese Sachen gehören zur Berlinale. Aber trotzdem liebt man es. Diese festliche Stimmung, die in der Luft liegt, das Wissen darüber, dass gerade um einen herum in sämtlichen Kinos tolle Filme laufen, die Anwesenheit filmeliebender Menschen, die Anwesenheit filmemachender Menschen, die roten Teppiche überall, der Anblick hektischer Journalisten, die wie Wahnsinnige in ihre Computer hacken. Auch das gehört zur Berlinale und macht den Reiz dieses Festivals aus. Aber was soll ich sagen, es hat gerade angefangen und ich komme erst in Stimmung. Tag 4: Look at this film! weiterlesen

Tag 2: The Kids are Alright (sometimes)

Dass Beziehungen zwischen Eltern und ihren Kindern nicht immer die einfachsten sind, kann wahrscheinlich jeder selbst bestätigen. Heute laufen allerdings zwei Filme aus dem TEDDY-Programm, die dieses Thema auf eine ganz neue Ebene bringen. In dem Film „Jonathan“ sorgt sich der gleichnamige Protagonist aufopferungsvoll um seinen krebkskranken Vater. Es liegen jedoch Spannungen zwischen den beiden in der Luft, da Jonathans Mutter ihn und seinen Vater verließ und sein Vater nie darüber redete, was zwischen ihnen vorfiel. Eines Tages kommt ein alter Jugendfreund seines Vaters zu Besuch und bringt Geheimnisse ans Tageslicht, die Jonathans Welt ins Schwanken bringt. Eine andere Geschichte namens „Don’t Call Me Son“ erzählt von einem Jungen, der herausbekommt, dass seine Mutter gar nicht seine Mutter ist, da sie ihn als Neugeborenes aus einem Krankenhaus stahl. Tag 2: The Kids are Alright (sometimes) weiterlesen