Russlands Straßen sollen sicherer werden

In weiten Teilen der Welt glauben die Menschen, dass vor allem die Frauen die schlechteren Autofahrer sind. In Russland ist man da schon einen Schritt weiter. Um die Unfallstatistiken zu senken, soll in Putins Land nämlich nicht jeder einen Führerschein machen dürfen.

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Auf einer Liste für medizinische Abweichungen sind nun psychische Störungen aufgeführt, die künftig zu einem Fahrverbot führen. Dazu zählen auch Transsexualismus und Transvestitismus. Dass die sexuelle Orientierung über Fahrtauglichkeit entscheidet und Minderheiten eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen, ist neu.
Neben dieser offenen Diskriminierung finden sich im Verbotskatalog aber noch weitere potentielle Störenfriede der russischen Verkehrssicherheit: Pädophile, Kleptomane und Glücksspielsüchtige. Eine sexuelle Minderheit wird in einen Topf mit psychisch Kranken und Kriminellen geworfen.

Dabei hält sich Putin sogar an eine offizielle Liste der WHO. Im Abschnitt F60 bis F69 der ICD-10 werden „medizinische Abweichungen“ sowie „Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen“ aufgeführt. Dort finden sich neben einer Reihe psychischen Störungen eben auch Transsexualismus und Transvestitismus.
Obwohl diese im Mai überarbeitet werden soll, wirft sie dennoch Fragen auf. Auch Homosexualität war lange auf dieser Liste zu finden.

 

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