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MEET THE JURY : PREDRAG AZDEJKOVIC

Name: Predrag Azdejković
Land: Serbien
Festival: international queer film festival „Merlinka“

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Wie findest du Berlin? Was macht für dich das Besondere der Stadt aus?

Ich bin mindestens einmal im Jahr in Berlin. Die Gründe für meine Besuche sind gleichzeitig traurig und fröhlich, da eine Mehrheit meiner Freunde Serbien verlassen musste und jetzt in Berlin lebt und das ist traurig, gleichzeitig bin ich froh, dass ich einen Grund habe, Berlin so oft zu besuchen. Ich liebe Berlin sehr, da man in dieser Stadt sein kann was man sein möchte, ohne Angst vor Gewalt.

Wie würdest du die Berlinale in einem Satz beschreiben?

Die Berlinale ist das wichtigste Filmfestival in Europa, eine große Filmfest, wo die wichtigsten Filme des Jahres laufen. Außerdem ist die Berlinale eine Ressource für viele kleinere Festivals, wo alles gefunden werden kann was man braucht, von den neusten queeren Filmen bis hin zu Kontakten zu Filmvertrieben.

Was war dein erster Kontakt mit dem TEDDY AWARD?

Der serbische Film „Marble Ass“ mit Vjeran Miladinovic Merlinka in der Hauptrolle bekam 1995 den TEDDY AWARD. Merlinka wurde 2003 umgebracht und wir haben 2009 unser festival nach ihr benannt. Es war so wichtig, dass dieser Film den TEDDY AWARD bekommen hat. .

Was bedeutet der TEDDY AWARD in deinen Augen? Wofür steht er? Was macht ihn einzigartig?

Der TEDDY AWARD ist ein Teil der Filmgeschichte, aber auch der LGBT Bewegung und der queeren Kunstgeschichte. Der TEDDY macht viele queere Low-Budget-Filme bekannt und hat vielen Filmemacher*innen Bestätigung gegeben, queere Filme zu machen. Awards sind oft Ehrungen von großartigen Filmen, aber beim TEDDY ist das gleichzeitig ein Beitrag zum besseren Schicksal des Filmes. Wir leben immer noch in einer homophoben Welt, wo wir manchmal die queeren Aspekte eines Filmes verstecken müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen. TEDDY trägt zum Erfolg bei, ohne queere Aspekte zu verstecken. Und das ist auch gut so.